Wer in den Nachtzug steigt, der allabendlich vom Hauptbahnhof in New Delhi aus in den Norden, Richtung Himalaja steigt, braucht annähernd zwei Tage, um an das Ziel zu gelangen. Es gibt sogar richtige Schlafwagen in dem Zug, wenn man nicht mit der dritten Klasse, der Holzklasse fährt. Aber Obacht: einfach ist die Fahrt nicht und so mancher unbedarfte Reisende musste schon ohne Gepäck aussteigen. Michal lacht. Wie naiv sie doch gewesen seien. Noch nicht einmal die Tür zum Abteil sei abgeschlossen gewesen, damals, auf ihrer Tour zum Himalaja. Während er spricht dreht er sich immer wieder um, versucht das Gespräch zu führen und gleichzeitig den Wagen auf der Straße zu halten. Gut, dass wenig Verkehr ist. Die Straße ist schmal und kurvig. Auch Bihar auf dem Beifahrersitz beteiligt sich am Gespräch. Himalaja, sagt Michal, das sei schon toll gewesen. Aber die Berge, die wären zu hoch. Da gefiel ihm doch seine Heimat besser. Grinst und schaut auf die von der Sonne beschienene Straße. Seine Heimat, das sind die Karawanken im Norden Sloweniens. Wir sind unterwegs nach Solçava, einem Ort im Savinjer Tal, etwas versteckt gelegen an der Grenze Sloweniens zu Österreich.